Cosmopolitan University & Research Institute
Titel: „Das Klavier Lexikon, über 30.000 Namen & Fabrikate“
Verfasser: Jens-Uwe Witter, Rothenburg ob der Tauber, Deutschland
Anzahl der Seiten: 967
Erscheinungsjahr: 1998, 1.Auflage (völlig vergriffen.)
2000, 2.Auflage
Erscheinungsort: Schillingsfürst, Deutschland
Verlag: Musik & Methodik, Michael Kircheis, Schillingsfürst, Deutschland
ISBN: 3-929501-04-x
Klavierbauer, Firmen und Händler in Europa von 1788-1995 unter Berücksichtigung des Orgel und Harmoniumbaues.
- Informationen über die Erbauer von Piano, Flügel, Tafelklaviere, Spinett, Cembalo, Harmonium, Clavichord, Hammerklavier, Lyraflügel, etc.
- Angaben über noch erhaltene Instrumente in Museen, Privatsammlungen, Stiftungen und aus Privatbesitz, weltweit.
- Alphabetisch geordnet, mit Orts-Register und Seitenangaben.
Original-Auszüge vom Buch
Vorwort
Der gänzliche Mangel eines umfassenden Nachschlagewerkes zur Bestimmung des Alters und der Herkunft eines Klaviers bewog mich, vor etwa 20 Jahren den Plan zu fassen, ein Lexikon zu erstellen, das eben diesem Zwecke dienen soll.
Beflügelt durch Gespräche mit Klavierbauern, anderen Fachleuten und sogenannten "alten Hasen" begann ich, in alten und neuen Fachzeitschriften, Katalogen, Büchern und Dokumentationen nach Klavieren und ihrer Herkunft zu fahnden. Auch alle Klaviere, die mir täglich in Werkstatt, Museen, und bei Kunden begegneten, wurden katalogisiert.
Mit einigem Kopfschütteln erinnern sich Freunde an die Zeit, als unzählige Schuhkartons voll Karteikarten meine Werkstatt und Wohnung bevölkerten. Dann hielt die Elektronik Einzug, doch auch die ersten Computer wurden bald zu klein für dieses große Werk.
Leider sind viele befragte Zeitzeugen nicht mehr auf dieser Erde. Ihnen sei an dieser Stelle herzlich Dank gesagt, ihr Wissen darf nun durch dieses Werk ein Stück weiterleben. Danke auch allen Klavierbauern, Restauratoren, Musikforschern, Wissenschaftlern und Historikern, die mir einen tiefen Einblick in ihr Wissen erlaubten. Der größte Dank gilt jedoch meiner Frau, ohne deren Hilfe das Ganze Werk niemals hätte entstehen können.
Dieses Lexikon ist ein Anfang und erhebt noch keinen Anspruch auf absolute Vollständigkeit.
Für die nächste Auflage hat die Arbeit schon begonnen. Zur Erweiterung sollen auch die Rubriken und Namen der heute aktiven Firmen erscheinen. So werden z.B. Klavierherstellung, Orgelherstellung,
Spinett/Cembaloherstellung, Nachbau hist. Tasteninstrumente, elektr. Tasteninstrumente, Klavier-,Cembalobauer, Orgelbauer, Restauration, Reparatur/Service, Handel, Stimmer und auch Bestandteile/Zubehör erfaßt. Mit Ihren Hinweisen wenden Sie sich bitte schriftlich an den Musik & Methodik Verlag Michael Kircheis Kennwort "Klavierlexikon" auf dem Umschlag.
Die Adresse entnehmen Sie bitte dem Impressum oder der Antwort-Seite am Ende dieses Buches, oder senden Sie ein Fax an direkt an mich, in Deutschland +49 9861 86946.
Haben Sie Ratschläge und Hinweise, freue ich mich über Ihr Fax !
Jens-Uwe Witter
Rothenburg ob der Tauber im Februar 1998
Über den AutorJens-Uwe Witter wuchs in Weimar auf. Hier wurde er mit dem kulturellen Erbe dieser wunderbaren Stadt
vertraut und er erfuhr, geprägt von der unmittelbaren Selbstverständlichkeit eines Liszt, Goethe und Schiller zeitlich versetzt deren Nähe.
In ihm erwachte das Interesse und das Verantwortungsgefühl für bedeutende Traditionen. (Nicht von ungefähr wird Weimar Kulturhauptstadt Europas).
In Leipzig lernte er den Beruf des Klavierbauers. Wieder war dies eine
hinsichtlich ihrer kulturellen Tradition unvergleichliche Stadt. Im Rahmen seiner Forschungen fand er heraus, daß es hier doppelt so viele klavierbauende Firmen gab, wie die Fachwelt bisher annahm.
Sein erstes Geschäft gründete Jens-Uwe Witter in Leipzig, später zog es ihn in eine geschichtlich auf ganz andere Weise hervorragende Stadt, nach Rothenburg ob der Tauber. Hier geht er bis heute seinem liebsten Hobby, Beruf und Berufung nach: Alte Klaviere zu restaurieren, neu zu gestalten und ihre Herkunft zu erforschen.
Fachkritik zum Buch
Ein Lexikon der Klavierbauer des 19. Und 20. Jahrhunderts ist ein lohnendes Projekt. Die bisher veröffentlichten Pianonummern, die Adressbuchdaten und die teilweise recht verstreut in der Fachliteratur publizierten Daten zu Biographie, die Arbeitsweise und Produktion der Werkstätten und Fabriken bedürfen nicht nur einer Zusammenfassung, sondern einer wesentlichen Ergänzung und Erweiterung insbesondere durch Erschließung von Archivquellen. Ich kann Sie, sehr geehrter Herr Witter, nur ermuntern, das Projekt in Angriff zu nehmen und wünschen es eines Tages zum Druck zu befördern.
Dr. Herbert Heyde
Metropolian Museum of Art, Music Department, New York, U.S.A.
Das Klavier-Lexikon von Jens- Uwe Witter ist für jeden in der Praxis
stehenden Klavierbauer ein lang ersehntes Nachschlagewerk... Durch viel
mühsame Kleinarbeit ist ein Nachschlagewerk entstanden, welches große
Bewunderung verdient. Es sind neben geschichtlichen Angaben von
Instrumentenbauern und Musikinstrumentenhändlern wertvolle Hinweise über die Anzahl der gefertigten Instrumente zu finden. Deshalb dient dieses Lexikon nicht nur zur Altersbestimmung von Instrumenten, sondern auch zur Aufklärung der oft wechselhaften Geschichte vieler Unternehmen. Das vorliegende Buch ist nicht nur für den Klavierbauer sondern auch für den Historiker bestens geeignet. Es ist zu wünschen, das daß Werk viele Ergänzungen und Neuauflagen erleben wird.
Max Matthias
Präsident der European Union of Piano Maker Associations (Europiano)
Verfasser des Steinway Service Manual
Das Klavier-Lexikon von Jens- Uwe Witter bietet eine willkommene Ergänzung zu den bisher erschienenen Werken ähnlicher Art. Gegenüber Martha Novak Clinscales "Makers of the Piano 1700-1820" Oxford 1993, deckt es auch das späte 19. Und das 20. Jahrhundert ab. Hans K. Herzogs Europe Piano-Atlas, Frankfurt / M. wird durch zahlreiche Hinweise auf bisher wenig bekannte kleinere Klavierbaufirmen ergänzt. Witters Werk ist nicht nur für den
täglichen Gebrauch von Klavierbauern von großem Nutzen, sondern stellt wegen der Erfassung von Herstellern und Händlern auch für den weiteren
instrumentenkundlichen Bereich ein hilfreiches Nachschlagewerk dar.
Dr. Sbine Klaus
Historisches Museum, Basel, Schweiz
...das dieses Werk für jeden Praktiker und Klavier-Interessierten bald zur unumgänglichen Notwendigkeit werden wird, besonders auch, weil etliche andere Nachschlagewerke an mitunter ziemlich großen Ungenauigkeiten kranken, erspart mir Ihr umfassendes Werk in Zukunft sicherlich viel Mühe, wenn es gilt, ein unbekanntes historisches Instrument richtig einzuordnen.
Mag. Gert Hecher, Pianist und Restaurator für historische Klaviere, Wien, Österreich
Auf dem 9. Symposium zu Fragen des Musikinstrumentenbaus in Blankenburg stellte sich mir 1988 ein junger Klavierbauer aus Leipzig namens Jens-Uwe Witter vor und berichtete begeistert von seinem Vorhaben, ein Handbuch der Klavierbauer mit allen Klavierherstellern, die es je gab, zu schreiben. Seine Idee war von genialer Einfachheit, nur schien die Umsetzung in die Praxis undurchführbar zu sein. In einem Land, das nur begrenzte Reise- und Kommunikationsmöglichkeiten bot eine Aufgabe erledigen zu wollen, die jahrelange Arbeit für ein ganzes Musikwissenschaftsinstitut bot, war bestenfalls als naiv anzusehen. Vorsichtige Erkundigungen bei anderen Symposiumsmitgliedern der örtlichen Szene bewiesen mir, daß ich es mit einer Art von "Besessenheit" zu tun hatte. Man hielt Jens-Uwe Witter und sein
Vorhaben schlicht für "verrückt". Und nun, fast 10 Jahre später, erscheint der erste Band des "Klavierbauer-Lexikons" mit einem über 600 Seiten umfassenden Verzeichnis aller Klavierbauer Europas seit 1788 ! Die über zwanzig jahrelange Arbeit eines von seiner Idee überzeugten Idealisten wird sicher bald von den Fachleuten als nicht mehr wegzudenkendes Hilfsmittel angesehen werden.
Dr. Ekkehard Schulze-Kurz, Leinfelden, Deutschland
Prof. Dr. Witter im WWW
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