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Die Mülldeponie – Endstation eines ungelösten Problems?

 

Es wurde eine Methode erarbeitet, mit der nicht recyclierbarer Müll durch vollständige Oxidation unschädlich gemacht wird, wobei Fernwärme und Strom für den Stromspitzenbedarf aus Stickstoffspeicherkraftwerken gewonnen wird.

 

Von Umweltarzt Dr. Ferdinand SILBERBAUER

 

ES ist unverantwortlich, wenn ein Giftstoffe (Schwermetlle, Dioxine, Dibenzofurane, halogenierte Kohlenwasserstoffe) enthaltender Müll irgendwo ins Erdreich deponiert wird, wo die Gifte durch Regen ausgewaschen werden und ins Grundwasser gelangen können! Dieses Armutszeugnis unseres Jahrhunderts konnte nurdurchmangelnde Kommunikation zwischen Wissen- schaft und Politik zustandekommen. Man kann nicht verlangen, daß Politiker zugleich auch Wissenschafter sind, aber die mangelnde Kommunikation führte zu dem unglaublichen Dilemma, dessen Ergebnis darin gipfelte, daß man Probleme einfach unter den Teppich kehrte.

Nun, wie kann man das Müllproblem lösen? Die Antwort ist relativ einfach: Was sich nicht wiederverwerten läßt, soll komplett verbrannt werden.

Ein anderer Ausdruck für Verbrennung lautet Qxidation. Komplette Oxidation bedeutet, daß die oben genannten Umweltgifte völlig unschädlich gemacht werden. Für eine komplette Oxidation benötigt man genügend Sauerstoff und einen hochtemperaturbeständigen Ofen ( 1250 Grad Celsius) aus Edelstahl oder Keramik. Es reicht aber nicht aus, nur Luft zuzuführen, weil Luft aus 4/5 Stickstoff und nur 1/5 Sauerstoff besteht. Um die Problemstoffe zu oxidieren, muß man noch extra reinen Sauerstoff der Verbrennungsluft beifügen. Dadurch zeifallen sämtliche Kohlenwasserstoffe, Dioxine, Dibenzofurane in Wasser, Kohlendioxid und Salzsäure, welche später neutralisiert wird. Die Schwermetalle werden in Schwermetalloxide, welche wasserunlöslich sind, umgesetzt und können so das Grundwassser nicht mehr vergiften.

Wo nehmen wir aber den Sauerstoff her, wie gewinnt man ihn? Hier bietet sich das Lindeverfahren an: Luft wird verflüssigt und der Sauerstoff durch fraktionierte Destillation freigemacht. Bei dieser Verbrennung entsteht vermehrt Wärme, welche für die Fernheizung verwendet wird, der flüssige Stickstoff dient als negativer Energieträger zur Deckung des Stromspitzenbedarfs: Dabei wird der flüssige Stickstoff in einem mit frei verfügbarer Luft beschickten Wärmetauscher erhitzt, wobei sich der Stickstoff ausdehnt und dabei eine Gasturbine zur Stromgewinnung antreibt. Damit haben wir dann die Methode entwickelt, welche für unsere Stromindustrie eine langgesuchte Lösung darstellt. Wir brauchen dann weniger kalorische Kraftwerke, weil wir den Strom über die Stickstoffgasturbine bekommen.

 

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